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Assisi ist eine Reise wert

Darüber waren sich die 19 jungen Teilnehmer der Wallfahrt nach Assisi einig. Die Berufungspastoral im Bistum Passau hat in Kooperation mit der KSG und dem Referat für Neuevangelisierung eine Fahrt auf den Spuren des heiligen Franziskus und der heiligen Klara angeboten.

Es war wohl die heißeste Woche des Jahres mit über 40 Grad, aber das hat den jungen Menschen nicht viel ausgemacht. Sie waren beeindruckt vom Leben des heiligen Franziskus und der heiligen Klara, der wunderschönen Stadt Assisi und der herrlichen Landschaft Umbriens.

Gemeinsam wurden die wichtigsten Orte des Lebens und Wirkens der beiden Heiligen erkundet. Sr. Marika, Ingrid Wagner und Andreas Erndl wechselten sich ab in die jeweiligen Orte einzuführen und Geschichten aus dem Leben der Heiligen zu erzählen. Wichtig war am Ende immer die Frage: „Was bedeutet das heute für mich, für mein Leben, für meinen Glauben?“

Die Tage waren geprägt von gemeinsamen Gebetszeiten am Morgen und am Abend, der täglichen Heiligen Messe und vom Austausch in der Gruppe. 

Ganz besonders gefreut hat sich die Gruppe, als sie erfuhren, dass sie an einem Tag die Heilige Messe am Grab vom hl. Franziskus feiern konnten.

Sehr beeindruckend war auch der Besuch bei den klausurierten bayrischen Kapuzinerinnen, die bereit waren, auf alle Fragen der Jugendlichen zu antworten.

Am wohl heißesten Tag der Woche war ein kleiner Fußmarsch durch die Olivenhaine nach San Damiano angesagt. Ungewollt, aber am Ende genau richtig, mussten die Jugendlichen einen kleinen Umweg auf sich nehmen, um den wunderbaren Ort der heiligen Klara zu erreichen.

Nachdem die jungen Wallfahrer am Fest Portiuncula in Santa Maria degli Angeli eine italienische Messe mitgefeiert haben, war der Abstecher zum Trasimenischer See mit Picknick, baden und Volleyballspielen eine willkommene Abkühlung auf dem Weg nach La Verna.

Am letzten Tag in Assisi ging es gemeinsam hoch durch den dichten Eichenwald am Berg Subasio zur Einsiedelei „delle Carceri“, wohin sich Franziskus immer wieder zum Gebet zurückgezogen hat. Dieser Tag stand unter der Überschrift: Stille und Betrachtung. So wurden die Jugendlichen nach der heiligen Messe im Freien in die Stille und Betrachtung eingeführt und jeder konnte mit „seiner“ Bibelstelle in der Stille des Berges das betrachtende Gebet üben. Einige ganz Sportliche ließen es sich nach einem gemeinsamen Picknick nicht nehmen und wanderten im Anschluss weiter auf den Gipfel des Berges Subasio.

Am letzten Abend wurden die jungen Wallfahrer vom Hotel mit einem Grillabend auf der Terrasse überrascht. Bei der letzten Austauschrunde dieser Reise konnte man den Teilnehmern anmerken, wie froh sie waren, diese Tage erlebt zu haben. Es wurden schon Pläne geschmiedet für das Nachtreffen und für eine nächste Reise.

Einige Statements von Jugendlichen:

Das besondere für Valentin (16 Jahre) war die Heilige Messe am Grab des hl. Franziskus. Besonders fasziniert hat ihn die radikale Armut des heiligen Franziskus und der heiligen Klara.

Für Petra (27 Jahre) war das Gespräch mit den Schwestern bei den bayrischen Kapuzinerinnen sehr beeindruckend, da sie gesagt haben, dass die Liebe zu Jesus und Maria reicht, um das ganze Leben zu geben, auf alles zu verzichten und in Klausur zu leben.

Aus der großen Unterschiedlichkeit der Teilnehmer wurde innerhalb einer Woche eine richtige Gemeinschaft und Einheit, so Ramona (29 Jahre), die vom Geist des hl. Franziskus in Assisi bereichert und getragen wurde.

Für Johannes (21 Jahre) war die größte Errungenschaft dieser Woche die Erkenntnis, dass wahre Erfüllung, wahres Glück nicht in materiellen Dingen, sondern in Gott allein zu finden ist. Außerdem begeisterte ihn, dass der hl. Franziskus und die hl. Klara durch die Schönheit der Natur den Schöpfer, der alles vollkommen macht, erkannten. 

Am meisten beeindruckt war Vici (18 Jahre) von der Bereitschaft zur Armut der beiden Heiligen. Beide haben alles Materielle hinter sich gelassen, um Jesus nachzufolgen.

Ingrid Wagner